Die bekanntesten Filme von Anne Hathaway sind „Plötzlich Prinzessin“, „Der Teufel trägt Prada“, „The Dark Knight Rises“, „Les Misérables“, „Interstellar“, „Man lernt nie aus“ und „Ocean’s 8“. Ihre Filmografie reicht jedoch weit über romantische Komödien und große Hollywood-Blockbuster hinaus. Hathaway hat auch in anspruchsvollen Dramen, Musicals, Science-Fiction-Filmen und ungewöhnlichen Independent-Produktionen überzeugt.
Für ihre Darstellung der Fantine in „Les Misérables“ gewann sie 2013 den Oscar als beste Nebendarstellerin. Zuvor hatte ihr „Rachels Hochzeit“ bereits eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin eingebracht. Damit gehört sie zu den vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation.
Anne Hathaways wichtigste Filme auf einen Blick
| Jahr | Film | Rolle | Genre |
|---|---|---|---|
| 2001 | Plötzlich Prinzessin | Mia Thermopolis | Familienkomödie |
| 2005 | Brokeback Mountain | Lureen Newsome | Drama |
| 2006 | Der Teufel trägt Prada | Andrea „Andy“ Sachs | Komödie/Drama |
| 2007 | Geliebte Jane | Jane Austen | Biografie/Romantik |
| 2008 | Rachels Hochzeit | Kym Buchman | Drama |
| 2010 | Alice im Wunderland | Weiße Königin | Fantasy |
| 2010 | Love & Other Drugs | Maggie Murdock | Romantik/Drama |
| 2012 | The Dark Knight Rises | Selina Kyle | Action |
| 2012 | Les Misérables | Fantine | Musical/Drama |
| 2014 | Interstellar | Dr. Amelia Brand | Science-Fiction |
| 2015 | Man lernt nie aus | Jules Ostin | Komödie |
| 2016 | Colossal | Gloria | Fantasy/Drama |
| 2018 | Ocean’s 8 | Daphne Kluger | Heist-Komödie |
| 2019 | Vergiftete Wahrheit | Sarah Barlage Bilott | Justizdrama |
| 2023 | Eileen | Rebecca Saint John | Psychothriller |
| 2024 | The Idea of You | Solène Marchand | Romantik/Drama |
| 2026 | Mother Mary | Mother Mary | Musikdrama |
| 2026 | Der Teufel trägt Prada 2 | Andy Sachs | Komödie/Drama |
| 2026 | The Odyssey | Penelope | Historisches Epos |
Vom Disney-Star zur gefragten Charakterdarstellerin
Der Durchbruch mit „Plötzlich Prinzessin“
Anne Hathaway Kinokarriere begann 2001 mit „Plötzlich Prinzessin“. Sie spielte Mia Thermopolis, eine zurückhaltende Jugendliche, die überraschend erfährt, dass sie die Thronfolgerin des fiktiven Königreichs Genovien ist. Julie Andrews verkörperte ihre königliche Großmutter Clarisse.
Die Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte, Humor und märchenhafter Verwandlung machte den Film zu einem Familienklassiker. Hathaway kehrte 2004 in „Plötzlich Prinzessin 2“ als Mia zurück. Weitere frühe Produktionen waren „Nicholas Nickleby“, „Ella – Verflixt & zauberhaft“ und „Havoc“.
„Plötzlich Prinzessin“ bleibt einer der wichtigsten Filme von Anne Hathaway, weil er ihre internationale Karriere begründete und ihr komödiantisches Talent sichtbar machte.
„Brokeback Mountain“ und der Wechsel zu erwachsenen Rollen
Mit „Brokeback Mountain“ aus dem Jahr 2005 löste sich Hathaway zunehmend von ihrem Image als Disney-Prinzessin. In Ang Lees preisgekröntem Drama spielte sie Lureen Newsome, die Ehefrau von Jake Gyllenhaals Figur Jack Twist.
Ihre Rolle war nicht die größte des Films, zeigte aber, dass sie komplexe und ernste Figuren glaubwürdig darstellen konnte. Das Drama wurde zu einem bedeutenden Werk des modernen amerikanischen Kinos und bereitete den Weg für weitere anspruchsvolle Rollen.
Der Teufel trägt Prada: Ihr moderner Kultfilm
„Der Teufel trägt Prada“ gehört zu den populärsten Filme von Anne Hathaway. Sie spielt Andy Sachs, eine ehrgeizige Hochschulabsolventin, die eine Stelle als Assistentin der einflussreichen Modemagazin-Chefin Miranda Priestly annimmt. Diese wird von Meryl Streep verkörpert.
Anfangs interessiert sich Andy kaum für Mode. Unter dem Druck ihrer anspruchsvollen Chefin verändert sie jedoch ihren Stil, ihre Arbeitsweise und schließlich auch ihre Prioritäten. Der Film verbindet bissigen Humor mit Fragen über Karriere, Ehrgeiz, Selbstbestimmung und persönliche Grenzen.
Obwohl Meryl Streep viele der auffälligsten Szenen besitzt, bildet Hathaway das emotionale Zentrum der Geschichte. Ihre Entwicklung von der unsicheren Anfängerin zur selbstbewussten Journalistin macht den Film auch Jahre später sehenswert.
2026 kehrte sie in „Der Teufel trägt Prada 2“ als Andy Sachs zurück. Neben Hathaway waren erneut Meryl Streep, Emily Blunt und Stanley Tucci zu sehen. Regisseur David Frankel und Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna arbeiteten ebenfalls wieder an der Fortsetzung. Der Film erschien im Mai 2026 und ist inzwischen in mehreren Ländern über Disney+ beziehungsweise Hulu verfügbar. Das Streamingangebot kann regional abweichen.
Ihre stärkste dramatische Rolle: Rachels Hochzeit
In Jonathan Demmes „Rachels Hochzeit“ verkörpert Hathaway die suchtkranke Kym, die eine Entzugseinrichtung verlässt, um an der Hochzeit ihrer Schwester teilzunehmen. Ihre Rückkehr bringt verdrängte Konflikte, Schuldgefühle und schmerzhafte Erinnerungen an die Oberfläche.
Die Rolle unterscheidet sich deutlich von Hathaways leichteren Komödien. Kym kann verletzlich, egoistisch, wütend und verzweifelt sein. Hathaway spielt diese Widersprüche ohne die Figur zu vereinfachen.
Für ihre Leistung erhielt sie ihre erste Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Auch bei den Golden Globes war sie für „Rachels Hochzeit“ nominiert.
Oscar-Gewinn mit „Les Misérables“
Der größte Auszeichnungserfolg ihrer Karriere folgte mit dem Musical „Les Misérables“. Hathaway übernahm die Rolle der Fabrikarbeiterin Fantine, die im Frankreich des 19. Jahrhunderts immer tiefer in Armut gerät.
Obwohl Fantine nur in einem Teil des Films auftritt, hinterlässt ihre Geschichte einen starken Eindruck. Besonders Hathaways Interpretation des Liedes „I Dreamed a Dream“ wurde zu einem der bekanntesten Momente der Verfilmung.
Bei der Oscarverleihung 2013 gewann sie dafür den Preis als beste Nebendarstellerin. Außerdem erhielt sie einen Golden Globe und einen BAFTA Award.
Action und Science-Fiction mit Christopher Nolan
The Dark Knight Rises
In „The Dark Knight Rises“ spielte Hathaway Selina Kyle, die häufig mit der Comicfigur Catwoman gleichgesetzt wird. Ihre Version ist elegant, intelligent und moralisch schwer einzuordnen. Sie arbeitet zunächst gegen Bruce Wayne, wird später aber zu einer wichtigen Verbündeten.
Die Rolle verlangte sowohl körperliche Vorbereitung als auch trockenen Humor. Hathaway schuf eine Selina Kyle, die unabhängig von früheren Darstellungen funktioniert und zwischen Kriminalität, Überlebensinstinkt und Verantwortung schwankt.
Interstellar
Zwei Jahre später arbeitete Hathaway erneut mit Christopher Nolan zusammen. In „Interstellar“ spielt sie die Wissenschaftlerin und Astronautin Dr. Amelia Brand. Gemeinsam mit Cooper, dargestellt von Matthew McConaughey, sucht sie nach einem neuen Lebensraum für die Menschheit.
„Interstellar“ verbindet spektakuläre Weltraumbilder mit einer emotionalen Familiengeschichte. Hathaway verleiht Amelia wissenschaftliche Entschlossenheit, ohne deren persönliche Hoffnungen und Zweifel auszublenden.
2026 folgte ihre dritte Zusammenarbeit mit Nolan: In „The Odyssey“ spielt sie Penelope, die Ehefrau von Odysseus. Das auf Homers Epos basierende Werk kam am 17. Juli 2026 ins Kino.
Komödien und unterhaltsame Ensemblefilme
Man lernt nie aus
In Nancy Meyers’ Komödie „Man lernt nie aus“ leitet Hathaways Figur Jules Ostin ein schnell wachsendes Onlineunternehmen. Als der pensionierte Ben Whittaker, gespielt von Robert De Niro, dort ein Seniorenpraktikum beginnt, entwickelt sich zwischen beiden eine unerwartete Freundschaft.
Der Film behandelt moderne Arbeitskultur, Führung, Familie und den Druck, alles gleichzeitig bewältigen zu müssen. Hathaway zeigt Jules nicht nur als erfolgreiche Unternehmerin, sondern auch als überforderte Person, die lernen muss, Unterstützung anzunehmen.
Ocean’s 8
In „Ocean’s 8“ ist Hathaway Teil eines großen Ensembles mit Sandra Bullock, Cate Blanchett, Rihanna und Helena Bonham Carter. Sie spielt die scheinbar selbstverliebte Schauspielerin Daphne Kluger, um deren wertvolle Halskette sich ein spektakulärer Raub während der Met Gala dreht.
Hathaway nutzt das Image einer glamourösen Hollywood-Diva bewusst für komische Effekte. Im Verlauf der Handlung wird deutlich, dass Daphne aufmerksamer und strategischer handelt, als ihre Umgebung vermutet.

Ungewöhnliche und unterschätzte Filme
Wer Anne Hathaway abseits ihrer großen Studiofilme entdecken möchte, findet mehrere interessante Produktionen:
- Colossal: Eine eigenwillige Mischung aus Beziehungsdrama, schwarzer Komödie und Monsterfilm.
- Song One: Ein ruhiges Musikdrama über Verlust, Nähe und Neuanfang.
- Vergiftete Wahrheit: Ein Justizdrama über den Kampf gegen einen mächtigen Chemiekonzern.
- Eileen: Ein düsterer Psychothriller mit Thomasin McKenzie.
- She Came to Me: Eine romantische Komödie über Kreativität und komplizierte Beziehungen.
- Mothers’ Instinct: Ein psychologisches Drama mit Jessica Chastain über Trauer, Schuld und Misstrauen.
Diese Filme zeigen, dass Hathaway wiederholt Projekte auswählt, die nicht dem klassischen Bild einer romantischen Hollywood-Komödie entsprechen.
The Idea of You und die neuen Filme von Anne Hathaway
In „The Idea of You“ spielt Hathaway Solène, eine 40-jährige alleinerziehende Mutter, die eine Beziehung mit dem deutlich jüngeren Boyband-Sänger Hayes Campbell beginnt. Nicholas Galitzine übernimmt die Rolle des Musikstars.
Der Film beschäftigt sich nicht nur mit dem Altersunterschied, sondern auch mit öffentlicher Beobachtung, Doppelmoral und der Frage, wie viel Kontrolle prominente Menschen über ihr Privatleben behalten. Hathaway war bei der Produktion zusätzlich als Produzentin beteiligt.
2026 erweiterte sie ihre Filmografie um mehrere unterschiedliche Projekte:
- In „Mother Mary“ verkörpert sie einen weltberühmten Popstar, der vor seinem Comeback mit alten emotionalen Wunden konfrontiert wird.
- In „Der Teufel trägt Prada 2“ kehrt sie als Andy Sachs in die Welt des Modemagazins Runway zurück.
- In „The Odyssey“ spielt sie Penelope an der Seite von Matt Damon.
- In „The End of Oak Street“ übernimmt sie neben Ewan McGregor eine Hauptrolle in einer Science-Fiction-Geschichte über eine Familie, deren Wohnviertel an einen unbekannten Ort versetzt wird.
- In „Verity“ spielt sie die geheimnisvolle Bestsellerautorin Verity Crawford. Der Thriller mit Dakota Johnson und Josh Hartnett soll am 2. Oktober 2026 weltweit starten.
Welcher Anne-Hathaway-Film eignet sich für wen?
Für den Einstieg eignen sich besonders diese Titel:
- Mode und Karriere: „Der Teufel trägt Prada“
- Familienfilm: „Plötzlich Prinzessin“
- Science-Fiction: „Interstellar“
- Musical: „Les Misérables“
- Superhelden-Action: „The Dark Knight Rises“
- Leichte Komödie: „Man lernt nie aus“
- Anspruchsvolles Drama: „Rachels Hochzeit“
- Romantischer Film: „The Idea of You“
- Ungewöhnlicher Geheimtipp: „Colossal“
- Unterhaltsamer Heist-Film: „Ocean’s 8“
Fazit
Die Filme von Anne Hathaway zeigen eine bemerkenswert vielseitige Karriere. Sie begann als sympathische Teenager-Prinzessin, wurde mit „Der Teufel trägt Prada“ zum Weltstar und bewies anschließend in „Rachels Hochzeit“ und „Les Misérables“ ihre dramatische Stärke.
Produktionen wie „The Dark Knight Rises“, „Interstellar“, „Ocean’s 8“ und „The Idea of You“ zeigen, dass sie zwischen Blockbuster, Komödie, Romanze und Charakterdrama wechseln kann. Ihre umfangreiche Auswahl an Filmen aus dem Jahr 2026 bestätigt, dass Anne Hathaway weiterhin zu den gefragtesten und wandelbarsten Schauspielerinnen Hollywoods gehört.

